Bartleby, der Schreiber

von Herman Melville,
bearbeitet für die Bühne von Isabel Osthues


mit: Ueli Jäggi

Regie: Isabel Osthues


Premiere: 28. Juni 200
Schauspielhaus Zürich

 
"I would prefer not to"

Es handelt sich um die Geschichte eines Anwalts und seines Schreibers Bartleby, der, kaum eingestellt, die Arbeit mit den Worten "I would prefer not to - Ich möchte lieber nicht" verweigert. Zunächst weigert sich Bartleby nur, von ihm und von anderen Geschriebenes Korrektur zu lesen, schließlich will er auch nicht mehr kopieren und bald überhaupt nicht mehr arbeiten. Aber auch die Kündigung des Anwalts will Bartleby lieber nicht annehmen. Die Formel Bartlebys schlägt den Anwalt schließlich in die Flucht, aber los wird er den Schreiber trotzdem nicht.

"Bartleby, das ist der Junggeselle, von dem Kafka sagt: "Er hat nur so viel Boden, als seine zwei Füße brauchen, nur so viel Halt, als seine zwei Hände bedecken" - jener, der sich hinlegt, wie sich im Winter hie und da Kinder in den Schnee legen, um zu erfrieren - der nur seine Promenaden zu machen hat und es damit genug sein läßt, der sie dafür aber an jedem Ort der Welt machen könnte. Bartleby ist der Mann ohne Referenzen, ohne Besitztümer, ohne Qualitäten, ohne besondere Eigenschaften, mit der Formel, die alles um ihn herum in Bewegung setzt: "I would prefer not to." Gilles Deleuze

 

Text: Thalia Theater Hamburg
Fotos: Gero Sander

 

Im Schweizer Verlag Sprechtheater erschien
2003 eine CD (ISBN-13: 978-3907877005) nach der Züricher Inszenierung mit Ueli Jäggi.
Die Produktion bekam 2004 den Deutschen Hörbuchpreis, Beste Interpretation.


Mehr Infos unter:

www.sprechtheater.de