Frau Müller muß weg

von Lutz Hübner

mit: Wolfgang Vogler, Melanie Straub,
Friederike Walke, Meike Finck,
René Schwittay, Anna Böttcher

 

(auf den Fotos noch die alte Besetzung
Nele Jung statt Melanie Straub)

Regie: Isabel Osthues
Bühne und Kostüme: Mascha Schubert

Premiere: 14.01.2012 / 19:30 Uhr
Termine: Hans-Otto-Theater Potsdam, Reithalle

 

„Es wurde zwar schon alles gesagt, aber nicht von allen.“ Karl Valentins Zitat könnte als Motto über dem Elternabend der Klasse 4b in der Käthe-Niederkirchner-Grundschule stehen. Fünf em­pörte Mütter und Väter zweifeln die päda­go­gischen Fähigkeiten der Klassenlehrerin Frau Müller an. Denn es gibt eine Unruhe in der Klasse, die Frau Müller einfach nicht in den Griff be­kommt. In drei Monaten gibt es Über­gangs­zeug­nisse, und die Zulassung zum Gymnasium steht auf dem Spiel. Frau Müller gefährdet durch schlechte Zensurenvergabe die Zukunft der Kinder. Und deshalb haben die Eltern mehr­heit­lich beschlossen: Frau Müller muss die Klasse abgeben. Doch die erfahrene Lehrerin wehrt sich gegen das Miss­trau­ens­vo­tum und konfrontiert die ahnungslosen Eltern mit den tatsächlichen Verhaltensweisen ihrer Kinder in der Schule. Die Eltern geraten aus der Fassung, denn plötzlich stehen ihre eigenen Versäumnisse auf dem Prüfstand. Das Klassenzimmer wird zu einem Schlachtfeld der Wortgefechte. Der alltägliche Kampf um das Wohl des eigenen Kindes fördert auch zu Tage, dass in der Generation der Nach­wende­zeit die Kluft zwischen Ost und West noch lange nicht überwunden ist.

 

Text: Hans-Otto-Theater Potsdam

Fotos: HL Böhme

Pressestimmen

 

Anna Böttcher [...] gibt ihrer Figur jene Portion an überzogenem Selbstmitleid, gekränktem Stolz und – wenn sie die Irrtümer der Eltern offenlegt – fast kindlichem Triumph, die das Stück vorm Mora­li­sie­ren bewahrt.
(Potsdamer Neueste Nachrichten)

Das Stück funktioniert, wenn man es als Satire begreift. Isabel Osthues und ihr Ensemble tun genau das.
(Märkische Allgemeine Zeitung)

Das [Stück] bietet jede Menge Stoff für mimischen Wahnsinn und die Potsdamer Schauspieler erlauben sich diesen Mut zur Übertreibung.
(Märkische Algemeine Zeitung)

Zu erleben, wie diese Fünf sich in Rage spielen, nachdem die Lehrerin sie angesichts der vor­ge­brach­ten Kritik ihrerseits mit dem Verhalten ihrer Kinder konfrontiert, macht viel Spaß.
(Märkische Oderzeitung)