Glückliche Zeiten

von Alan Ayckbourn

 

mit Roland Bayer, Christina Rubruck, Hendrik Richter, Verena Bukal, Nanette Waidmann, Friedrich Witte, Luis Lüps

 

Regie: Isabel Osthues
Bühne: Jeremias Böttcher
Kostüme: Mascha Schubert
Komposition: Timo Willecke

Premiere: 17. Juni 2017
Theater Heidelberg

 

 

Glückliche Zeiten haben sie alle einmal erlebt: Gerry Stratton, Inhaber einer Bau- und Transportfirma, und seine Frau Laura, zu deren 54. Geburtstag sich die Familie im Restaurant versammelt hat; Sohn Glyn, der ältere, mit seiner Frau Stephanie, die gerade einen Neuanfang ihrer brüchigen Ehe versuchen; Sohn Adam, der jüngere, der seine nicht »standesgemäße« Freundin, die Friseurin Maureen, zum ersten Mal der Familie präsentiert. Am Ende der Feier splittet Ayckbourn Handlung und Zeit: Während die Eltern noch zwei Stunden im Restaurant beisammenbleiben, führen eine Reihe von Begegnungen zwischen Adam und Maureen an einem anderen Tisch zwei Monate in die Vergangenheit und Szenen zwischen Glyn und Stephanie an einem dritten Tisch zwei Jahre in die Zukunft. Der Abend endet mit dem Beginn der Geburtstagsfeier – das Wissen um das, was war und was sein wird, verändert den Blick auf die sechs Personen, die alle ihr persönliches Glück suchen, aber nicht erkennen, wenn sie ihm nah sind.
Sir Alan Ayckbourn war ursprünglich Schauspieler, bevor er zu Großbritanniens populärstem Gegenwartsdramatiker wurde und von der Queen zum Commander of the Order of the British Empire ernannt wurde. Für sein Lebenswerk erhielt er 2008 in England den Laurence Olivier Special Award, 2010 in New York den Special Tony Award.

 

Text: Theater Heidelberg

Fotos: Annemone Taake

Presse

Regisseurin Isabel Osthues schicke sich an, das Publikum mit »Lust am Beziehungsfrust« glücklich zu machen, bemerkt Volker Oesterreich in der Rhein-Neckar-Zeitung (19.06.2017). Sie verstehe es, »die vielen Bonmots und die Situationskomik so bunt und leicht schweben zu lassen wie die Luftballons« im Bühnenbild. Das Publikum genieße die Vorstellung im Dicken Turm im Bewusstsein, dass »vergnüglicher Leichtsinn keines bleiernen Tiefsinns bedarf«.