Kater Murr

nach E. T. A. Hoffmann und dem Klavierwerk »Kreisleriana« von Robert Schumann


mit: Uwe Schade (Cello), Heino Sellhorn (Bass), Stefan Matthewes (Klavier)

Regie: Isabel Osthues

Bühne: Gero Sander
Kostüme: Julia Buckmiller, Barbara Kloos

Premiere: 31. Mai 2009
Fundus Theater Hamburg

 
"Nach Supervox" und "Das klingt verdächtig" zeigt Theater Triebwerk nun mit "Kater Murr" den letzten Teil der musikalischen Trilogie, die sich mit Hören-Lernen, Musik-Verstehen und Denken jenseits der Sprache beschäftigt. Diesmal entwickeln die Musiker und Schauspieler Uwe Schade (Cello), Heino Sellhorn (Bass) und Stefan Matthewes (Klavier) eine musikalische Geschichte basierend auf der Kreisleriana (op.16) von Robert Schumann (ein Schlüsselwerk der romantischen Klavierliteratur), inszeniert von Isabel Osthues.
 
Ein Pianist taucht aus seinem Klavier auf und trifft auf die beiden Musiker Cello und Bass. Dieser Pianist ist Johannes Kreisler, die von E. T. A. Hoffmann geschaffene romantische Kunstfigur des Kapellmeisters. Er kommt aus dem 19. Jahrhundert und drückt sich ausschließlich musikalisch aus. Er fühlt sich heute so F-Moll, sein Kater Murr ist entlaufen, er sucht ihn in E-Dur, beschreibt dessen außergewöhnliches Wesen in A-Moll, aber fis!, er bleibt verschwunden. Kreisler trauert in Cis-Moll. Die beiden Freunde Cello und Bass versuchen die musikalische Sprache ihres skurrilen Gastes zu verstehen, übersetzen sein Instrument – das Klavier – auf ihre Instrumente (Cello und Kontrabass). Sie ergründen die Geschichte seines hochbegabten Katers Murr und unterstützen Kreisler auf seiner musikalischen Suche nach ihm.
 
Eine Suche nach dem Wesen und den Möglichkeiten von Musik und Klang, die erlebbar macht, wie Kommunikation jenseits der Sprache funktioniert.

 

Text: Theater Triebwerk, Hamburg
Fotos: Julia Koch