Ketzer

von Richard Bean



mit: Caroline Nagel, Henner Momann,
Hanna Franck, Thomas Lichtenstein,
Bernhard Hackmann, Elske Burkert,
Daniel Fries, René Schack

Regie: Isabel Osthues
Bühne: Michael Böhler
Kostüme: Mona Ulrich

Premiere: 17. September 2011
Staatstheater Oldenburg, Kleines Haus

 

Seit Jahren arbeitet die Professorin Diane Cassell an einem Forschungsprojekt auf den Malediven, das den Zusammenhang zwischen Erderwärmung und steigendem Meeresspiegel untersucht. Nun erhält sie Drohungen von der geheimnisvollen Sacred Earth Militia, die sich dem radikalen Kampf für den Erhalt der Umwelt verschrieben hat. Denn Diane fährt nicht nur Autos mit miserabler CO² Bilanz, sie zieht vor allem aus ihren Forschungs­ergebnissen unbequeme Schlüsse: Die Malediven seien durch die Erderwärmung keineswegs zum Untergehen verurteilt, der Meeresspiegel dort seit Jahren stabil. So wird Diane nicht nur für die Sacred Earth Militia zur Ketzerin, auch ihr Vorgesetzter und ehemaliger Liebhaber Kevin setzt sie unter Druck und will ihr die Veröffent­lichung der Ergebnisse verbieten, da sie den Interessen eines wichtigen Geldgebers des Instituts widersprechen. Als ihre Tochter Phoebe sich auch noch in einen von Dianes Geologie­studenten verliebt, dessen radikale Ansichten merkwürdig mit denen der Sacred Earth Militia übereinstimmen, beginnt Diane einen einsamen Kampf: Sie versucht ihre Umgebung von der elementaren Bedeutung einer ideologiefreien Forschung zu überzeugen und erfährt dabei immer stärker die Verstrickungen von Wirtschaft und Wissenschaft.

 

Text: Staatstheater Oldenburg

Pressestimmen


»Caroline Nagel spielt in Oldenburg diese Cassell so wunderbar, als hätte sie nie eine andere Rolle gespielt. (...) Ein durch­geknallter Natur­burschen­student (großes Talent: Henner Momann) komplettiert das Quartett der herrlich zynischen, tiefschwarzen britischen Komödie. (...) So spannend kann dröge Wissenschaft sein, so unterhaltsam.«
(Nordwest Zeitung)